Der eine oder andere wird sich nun fragen, warum ich mich denn überhaupt auf so etwas eingelassen habe - und diese Frage habe ich mir selbst auch immer wieder gestellt. Aber die Antwort, die ich mir immer wieder geben musste, und die ich auch dem geneigten Leser geben muss kann nur lauten:
Weil ich versucht habe, es besser zu machen. Weil ich mir Mühe gegeben habe, die Szene so darzustellen, wie ich sie erlebe - mit all ihren optischen, musikalischen und künstlerischen Ausprägungen.
Schiss hab ich trotzdem...
Schiss zunächst mal davor, dass das Ganze allein schon deshalb unseriös rüberkommt, weil es eine Gegenüberstellung mit der Hip-Hop-Szene ist und wir uns mit (ziemlich netten) Hoppern zusammen jeweils in Szeneläden herumgetrieben haben, was mir schwer auf den Geist ging.
Schiss aber auch davor, dass der Schnitt so ungünstig ausfällt, dass doch alles verfälscht herüberkommt. Schiss davor, dass ich erst jetzt merke, zu Thema XYZ nur Mist erzählt zu haben. Und vor allem Schiss davor, dass ich so rüberkomme, als hätte ich einen Stock im Arsch, wäre fürchterlich ernst und würde mich selbst unheimlich wichtig nehmen - ich fürchte nämlich, dass es durch meine Aufregung und Anspannung vor der Kamera genau so wirkt...
Aber naja, es wird sich zeigen...
Das Schlimmste, was passieren kann ist wohl, dass es ein weiteres YouTube-Video wird, an dem sich die Geister scheiden, weil die einen mich für einen Volltrottel halten, während ich anderen hoffentlich aus der Seele spreche.
Ich schalte jetzt den Fernseher an...
(Bildquelle und Rechte: Wikipedia und Pro 7)

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