Ich mag elektronische Musik.Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich beispielsweise sehr für Silke Bischoff, Kraftwerk, Depeche Mode und die Capricorns erwärmen kann. Man kann dabei also sicherlich eine Tendenz in Richtung Wave, Minimal und Synthpop erkennen - und mehr oder weniger schwarz ist wohl auch das meiste.
Und zugegebenermaßen: Dann und wann verirrt sich auch mal der eine oder andere EBM-Klassiker in meine Playlist, und auf the Prodigy stehe ich, seit ich sie 1992 das erste mal auf MTV gesehen habe und besonders seit sie in den Folgejahren immer düsterer geworden sind und eh in keine Kategorie passen.
Was ich nicht leiden kann, ist der größte Teil der elektronischen Musik, die man in modernen Clubs der schwarzen Szene so um die Ohren gehauen bekommt. Zum einen weil es meist nur nervtötend plumper und aggressiver Techno mit kindischen Proll-Texten ist, zum andern weil diese Ohrenfolter zudem in der Regel als irgendwie "Gothic" verkauft wird.
So könnte man meinen, dass ich ein YouTube-Video ganz schnell wegklicken würde, das von einer Band namens "Electronic Suicide" stammt und in dem man nur ein CD-Cover mit viel Düsternis und neonfarbenen Lichtblitzen sieht, während in den ersten 65 Sekunden des 2002 erschienenen Songs nur reichlich technoide Sounds zu hören sind.
Aber damit hätte ich dann echt etwas verpasst!


